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Schulkinder zu Gast beim Arbeitskreis Jüdisches Bingen

Vorsitzender Gundlach (rechts) mit SchulkindernSchulkinder im GedenkraumVorlesen im Vortragsraum

Am 29. September 2013, dem letzten Schultag vor den Herbstferien, kamen Kinder aus der Grundschule an der Burg Klopp in die Räumlichkeiten des Arbeitskreises Jüdisches Bingen. Dort wurden sie vom Vorsitzenden des Arbeitskreises, Hermann-Josef Gundlach, empfangen, der ihnen die Räume des Erinnerungs- und Begegnungszentrums in der Rochusstraße zeigte und die Besonderheiten der Räume erklärte. Anschließend setzten sich die Schüler im Vortragsraum zusammen und ihnen wurde vorgelesen.
Wie kam es zu diesem besonderen Besuch?
Es war die „Leserally“ der Grundschule an der Burg Klopp, die dies auslöste. Auf besondere Weise sollte den Kindern der Zugang zu Büchern vertieft und Lesefreude gefördert werden. Die Kinder traten also eine Rally an, die sie an verschiedene Plätze, Geschäfte und Einrichtungen der Stadt führte.
So wurden sie dann auch von Gundlach eingeladen, diese besondere Stätte im Haus der ehemaligen Synagoge in der Rochusstraße zu besuchen.
Natürlich wurde auch alles angeschaut und erläutert, wobei der Gedenkraum mit dem Modell der damaligen Synagoge besonderes Interesse fand. In behutsamer und kindgemäßer Weise wurde von Gundlach den Kindern erklärt, warum es dieses Haus, die Synagoge, heute nicht mehr gibt und nur noch dieser kleine Raum ein wenig wie eine Kapelle aussieht. Den Abschluss bildete das Vorlesen kleiner Geschichten im Vortragsraum.
Auf diese Weise lernten die Kinder auch in angemessener Weise kennen, was zu den dunkelsten Seiten der Binger Geschichte gehört. Es bleibt zu hoffen, dass irgendwann einmal die Kinder sich dieser halben Stunde erinnern. Dann hat sich auch der Einsatz der Stadt Bingen an dieser Stelle gelohnt, ein Mahnmal für das Erinnern und gegen das Vergessen einzurichten.