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Vorstellung des Erinnerungs- und Gedenkzentrums in der ehemaligen Synagoge

Foto: Franz Toth - Die Synagoge wurde am 9./10. November 1938 geschändet und in Brand gesteckt. Der umrahmte Teil des Gebäudes der ehemaligen Synagoge blieb vom völligen Abriss verschont, lässt aber noch einige bauliche Elemente des ursprünglichen Ba

Mit großer Freude und Dankbarkeit nahmen wir am 8. November 2010 von Frau Oberbürgermeisterin Birgit Collin-Langen die Schlüssel zu den renovierten Räumen im noch erhaltenen Gebäudeteil der letzten Synagoge in der Rochusstraße entgegen. Im ersten Stock, in dem die Wohnung des Rabbiners lag, konnte damit ein lange gehegter Wunsch, am authentischen Ort die ehemalige Binger jüdische Gemeinde lebendig werden zu lassen, in Erfüllung gehen.

Besucher werden in einem kleinen Raum, der noch typische Konstruktionsmerkmale des Sakralbaus aufweist, anhand des Synagogenmodells, das wir vor einigen Jahren von der Braunschweiger Modellbauerin Andrea Jensen anfertigen ließen, einen Eindruck von dem stattlichen Bauwerk erhalten.
War es ab 1905 für die Gemeinde zunächst Heimstätte und Versammlungsort, so wurde es in den dunklen Jahren des Nationalsozialismus immer mehr zum Zufluchtsort für die noch in Bingen verbliebenen Mitglieder der letzten jüdischen Gemeinde.

Auf einem Informationscomputer*), den uns dankenswerterweise bis zur Anschaffung eines eigenen Gerätes die Historische Gesellschaft Bingen e.V. zur Verfügung stellt, sind schon jetzt ausgewählte Themen zur Geschichte der Binger Juden und einzelne Familienportraits abrufbar, eine Arbeit, die kontinuierlich erweitert wird.

Besonders dankbar sind wir Herrn Dr. Hans-Josef von Eyss von der Historischen Gesellschaft, der sich bereit erklärt hat, die Programmierung und Wartung des Gerätes zu übernehmen. Über Besuchszeiten wird der Vorstand in Kürze beraten. Beate Goetz, im November 2010

*) Dieser Informationscomputer befindet sich zur Zeit in der Stadtbibliothek Bingen- Mainzerstraße11